| Home | 02-Mai-2004
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Reisezeit Informationsmaterial Übernachten
Unterwegs Essen und Trinken Aktivitäten
Sonstiges

Reisezeit
Die beste Reisezeit auf Malta richtet sich nach den persönlichen Interessen. Wer in den Inselstaat reist um zu baden und die Sonne zu genießen, fährt am besten in den Sommermonaten von Juni bis September, wenn das Meer angenehme Badetemperaturen hat. Wanderfreunde und jene, die sich mehr für die zahlreichen Sehenswürdigkeiten interessieren, statten Malta am besten im Frühjahr oder Herbst einen Besuch ab, wenn die Temperaturen noch moderat sind. Wir persönlich halten das Frühjahr für die beste Reisezeit, wenn die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht und alles zu grünen und blühen beginnt. Eine sehr gute Wettervorhersage für den eigenen Urlaub erhält man unter den Seiten vom Airport Maltas.

Informationen über Malta
Für unseren Malta-Urlaub erwies sich der Reiseführer vom Michael Müller Verlag als der beste. Im Internet gibt es ebenfalls viele nützliche Informationen zur Inselrepublik. Gut gemacht und informativ ist u. a. die offizielle Website von Malta www.visitmalta.com sowie die Seite www.heritagemalta.org mit Informationen zu Museen und Veranstaltungen.

Übernachten auf Malta
Das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten auf Malta ist vielfältig. Für jeden Anspruch und Geldbeutel gibt es die passende Herberge. Das Gros der Unterkünfte ist entlang der Küste zu finden, insbesondere im Norden. Rund um Sliema und in der St. Paul´s Bay gibt es die meisten Unterkünfte. Im Inselinneren ist das Angebot eher dürftig. Die Sterne der Unterkünfte sind zwar eine gewisse Orientierung für Qualität, aber noch lange kein Garant. Wir übernachteten in Qawra/Buggiba im Hotel "Soreda" und waren sehr zufrieden damit. Die Zimmer sind relativ groß, freundlich und sauber. Es hatte den Anschein, als ob sie vor nicht allzu langer Zeit modernisiert worden sind. Über das Essen konnten wir uns auch nicht beklagen. Das Hotel können wir auf jeden Fall weiterempfehlen. Bedenken sollte man, dass es sich in der Regel um Stadthotels handelt und man immer mit einem gewissen Lärmpegel rechnen muss.

Unterwegs auf den Inseln
Eine sehr kostengünstige und individuelle Variante Malta zu erkunden ist das Busfahren. Vom zentralen Busbahnhof in Valetta fahren Busse in alle Ecken von Malta. Vor dem City Gate rings um den Tritonenbrunnen warten die mitunter sehr nostalgisch anmutenden Busse auf ihren nächsten Einsatz. Damit man nicht in den falschen Bus einsteigt, ist ein Busfahrplan unabdingbar. Den aktuellsten bekommt man bei den Informationshäuschen am Busbahnhof in Valetta oder in dem einen oder anderen Bus. Auf dem Plan sind alle Buslinien mit ihrem Streckenverlauf, den Fahrpreisen sowie den Fahrtzeiten vermerkt. Die Nummern der Linien sind an den Bussen angebracht. Eine zusätzliche Nachfrage beim Busfahrer schadet nicht. So fährt man auf alle Fälle in die gewünschte Richtung. Die Haltestellen sind durch entsprechende Schilder und mit den Nummern der dort haltenden Buslinien gekennzeichnet. Beim vorherrschenden Linksverkehr muss man nur darauf achten, nicht auf der falschen Straßenseite einzusteigen.

Die Fahrpreise sind sehr günstig. Sie liegen zwischen 0,15 Lm und 0,40 Lm pro Fahrt. Die Preise richten sich danach, in welche Zone (Malta ist in 3 Zonen eingeteilt) man fährt und ob man die Fahrt mit einem normalen oder einem Direktbus unternimmt. Das Ticket löst man in der Regel direkt beim Fahrer. Es ist ratsam, den Fahrpreis passend parat zu haben. Es kann sonst passieren, dass man u.U. kein Wechselgeld erhält. Scheine sind generell nicht gern gesehen. An den zentralen Busbahnhöfen gibt es mittlerweile auch Ticket-Automaten. Es gibt zudem Tages- und Wochenkarten, doch diese rentieren sich unserer Ansicht nach nicht.

Eine Alternative zum Bus ist der Mietwagen. Insbesondere auf Gozo bietet er sich als Verkehrsmittel an, denn mit dem Bus muss man immer über die Hauptstadt Victoria fahren und die Häufigkeit der Fahrten lässt zu wünschen übrig. Für die Erkundung von Maltas Süden kann ein Mietwagen ebenfalls sinnvoll sein. Man kann damit an einem Tag mehr besichtigen und der Verkehr ist auch etwas ruhiger. Das städtische Malta um Sliema und Valetta sollte man mit dem Mietwagen eher meiden, denn dort herrscht sehr dichter Verkehr und die südländische Fahrweise der Malteser sowie der Linksverkehr sind nichts für schwache Gemüter. Die Preise für Mietwagen variieren je nach Wagenkategorie, Jahreszeit und Mietdauer. Nach unseren Erfahrungen nehmen sich die Preise zwischen internationalen und einheimischen Verleihfirmen nicht viel. Für unseren Mietwagen auf Gozo zahlten wir 10 Lm inklusive Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung - ist unbedingt zu empfehlen. Völlig problemlos und ohne Aufpreis kann man erst ab einem Mindestalter von 25 Jahren ein Fahrzeug mieten.

Essen und Trinken
Die traditionelle maltesische Küche ist nicht immer leicht zu finden. In den Hotels dominiert die internationale Küche mit starken britischen Einflüssen. Neben Pizza, Pasta, Fish & Chips kann man in einigen Restaurants auch die maltesische Küche probieren, die stark von Spanien, Italien, Griechenland und der Türkei beeinflusst ist. Die Spezialität der Inselrepublik ist Kaninchen mit Knoblauch und Rotwein - haben wir leider nicht probiert, da es uns zu teuer war. Zum Mittag haben wir uns oft kleine maltesische Snacks und Leckereien gegönnt, wie z.B. Pastizzi (kleine Blätterteigtaschen, wahlweise gefüllt mit gepfeffertem Ricotta-Käse oder zerdrückten Erbsen) oder Qassatat (kleine Teigtörtchen wahlweise gefüllt mit Ricotta-Käse, Fleisch, zerdrückten Erbsen oder Spinat mit Thunfisch). Beides sollte man nach Möglichkeit warm genießen. Für uns unbekannt und gewöhnungsbedürftig ist das alkoholfreie Kinnie - das heimliche Nationalgetränk der Malteser. Sein Aroma ist bittersüß und überzeugt nicht unbedingt jeden. Malteser sind echte Schleckermäuler, die es ordentlich süß mögen. Desserts, Kuchen und andere Leckereien gibt es in Hülle und Fülle.

Man könnte die Liste der maltesischen Spezialitäten weiter fortführen, aber am besten man handelt einfach nach dem Motto: Probieren geht über Studieren!

Aktivitäten
Malta bietet für jeden etwas - Baden, Wandern, Wassersport, interessante Sehenswürdigkeiten und vieles mehr. Als Badeurlaubsziel würden wir Malta nicht unbedingt empfehlen. Neben Klippen und Steilküste findet man vorrangig Felsstrände auf Malta. Sandbuchten sind relativ rar und im Sommer meist viel zu überlaufen. Die Wasserqualität ist allerdings hervorragend - sauber und klar wie sonst nirgendwo im Mittelmeer. Malta bietet deshalb beste Voraussetzungen zum Tauchen und Schnorcheln. Zu besichtigen gibt es auf Malta einiges, wie ihr auf den folgenden Seiten nachlesen könnt. Viele örtliche Reiseveranstalter bieten organisierte Touren an, die unserer Meinung nach aber einfach überteuert sind und wenig individuellen Spielraum bieten. Malta kann man bequem und unkompliziert auch auf eigene Faust entdecken. Die maltesischen Inseln sind unter anderem ein Paradies für Wanderer und Radfahrer. Große Berge und Anstiege gibt es nicht, aber die mitunter schmalen, versteckten Pfade eröffnen interessante Ausblicke und Sehenswertes abseits der Standardrouten.

Was man sonst noch wissen sollte
Die Währung auf Malta ist die maltesische Lira, abgekürzt Lm, auch als maltesisches Pfund bezeichnet. Der Umrechnungskurs während unseres Aufenthaltes war 1 Lm = ca. 2,50 €. Man darf sich durch die anscheinend niedrigen Preise nicht täuschen lassen, denn umgerechnet erscheinen manche Preise dann nicht mehr so günstig.

Wie in anderen Mittelmeerländern auch, gibt es auf Malta die Siesta (ca. 13-16 Uhr), die für uns Mitteleuropäer gewöhnungsbedürftig ist. Museen und andere Sehenswürdigkeiten sind in der Regel durchgängig geöffnet, wo bei in der Sommersaison die Öffnungszeiten stärker eingeschränkt sind.

Zu empfehlen ist die Mitnahme eines 3-poligen Adaptersteckers wie in Großbritannien, sonst kann es mit der Stromversorgung schwierig werden. In unserem Hotel gab es ausnahmsweise auch eine zweipolige Steckdose mit 240 V, so dass wir unseren Adapter gar nicht benötigten.

Dingli Cliffs, Rabat & Mdina